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Für mich ist die MRT die beste Möglichkeit, sich in Singapur fortzubewegen. Das Streckennetz ist sehr gut ausgebaut, die Züge sind sauber, klimatisiert und die meisten Sehenswürdigkeiten lassen sich problemlos mit MRT und Bus erreichen. Einen Mietwagen braucht man in Singapur eigentlich nicht.
Die Fahrpreise sind für eine Stadt wie Singapur erstaunlich günstig. Bezahlt wird nach der zurückgelegten Entfernung. Eine normale MRT-Fahrt kostet derzeit ungefähr zwischen 1,28 und 2,57 SGD. Wichtig ist nur: Beim Betreten und beim Verlassen der MRT müsst ihr dieselbe Karte beziehungsweise dasselbe Zahlungsmittel an das Lesegerät halten.
Ich habe bei meinen früheren Reisen die EZ-Link-Karte benutzt. Man kauft die Karte einmal, lädt Guthaben darauf und bezahlt damit MRT und Bus. Die Karte ist grundsätzlich fünf Jahre gültig und kann deshalb auch bei einer späteren Singapur-Reise wieder benutzt werden.
Eine normale EZ-Link beziehungsweise SimplyGo EZ-Link-Karte kostet derzeit 10 SGD. Davon sind 5 SGD der nicht erstattbare Kartenpreis und 5 SGD bereits als Fahrguthaben enthalten. Aufladen kann man die Karte unter anderem an den entsprechenden Automaten in MRT-Stationen, bei SimplyGo Ticket Offices oder über die SimplyGo-App.
Ich kann mich noch daran erinnern, dass das Aufladen früher manchmal etwas umständlich war. Nicht jeder Automat oder jedes Geschäft eignete sich dafür. Heute ist das System moderner geworden, trotzdem würde ich nicht warten, bis die Karte praktisch leer ist.
Für Touristen gibt es außerdem den Singapore Tourist Pass. Damit könnt ihr für einen festen Zeitraum unbegrenzt mit MRT, LRT und den normalen öffentlichen Bussen fahren. Aktuell gibt es den Pass für 1, 2, 3, 4 oder 5 aufeinanderfolgende Tage.
Ob sich der Tourist Pass lohnt, hängt davon ab, wie viel ihr tatsächlich fahrt. Wer morgens einmal ins Zentrum und abends wieder zurückfährt, kommt mit der normalen EZ-Link-Karte möglicherweise günstiger weg. Wer dagegen mehrmals täglich mit MRT und Bus quer durch Singapur fährt, hat mit dem Tourist Pass den Vorteil, dass er sich um das Guthaben keine Gedanken machen muss.
Inzwischen geht es noch einfacher: Mit vielen kontaktlosen Kredit- und Debitkarten kann man direkt durch die MRT-Schranke gehen. Auch Smartphone- Zahlungen wie Apple Pay oder Google Pay werden unterstützt. Bei ausländischen Visa- und Mastercard-Karten fällt derzeit allerdings eine zusätzliche Verwaltungsgebühr von 0,60 SGD pro Nutzungstag an.
Mein persönlicher Tipp:
Ich würde mein Hotel möglichst in der Nähe einer MRT-Station suchen.
Dann ist es eigentlich egal, ob man direkt im Zentrum wohnt oder ein paar
Kilometer außerhalb. Die MRT ist schnell und günstig und man kommt damit
fast überall hin. Und wenn ihr eine EZ-Link-Karte kauft, hebt sie nach der
Reise auf – sie ist normalerweise fünf Jahre gültig.
Essen gehört für mich ganz klar zu den Höhepunkten einer Singapur-Reise. Durch die chinesische, malaiische, indische und internationale Bevölkerung findet man hier eine enorme Auswahl an verschiedenen Küchen. Oft liegen chinesische, indische und malaiische Essensstände direkt nebeneinander.
Besonders typisch für Singapur sind die Hawker Centres. Das sind große, meist überdachte Bereiche mit vielen kleinen Essensständen. Jeder Stand hat seine eigenen Spezialitäten, und man sucht sich einfach das aus, worauf man gerade Lust hat. Gegessen wird anschließend gemeinsam an einfachen Tischen.
Für mich sind Hawker Centres eine der besten Möglichkeiten, Singapur kennenzulernen. Das Essen ist meist frisch, schnell zubereitet und deutlich günstiger als in vielen Restaurants. Außerdem sitzen dort Touristen, Büroangestellte und Einheimische ganz selbstverständlich nebeneinander.
Zu den bekannten Gerichten gehören zum Beispiel Chicken Rice, Laksa, Satay, Nasi Lemak oder verschiedene Nudel- und Currygerichte. In Little India bekommt ihr natürlich hervorragendes indisches Essen, während Chinatown stark von der chinesischen Küche geprägt ist.
Auch die sogenannten Food Courts in Einkaufszentren sind praktisch. Sie funktionieren ähnlich wie Hawker Centres, sind meistens klimatisiert und etwas moderner. Gerade wenn es draußen sehr heiß ist, ist das manchmal ganz angenehm.
Mein persönlicher Tipp:
Probiert euch einfach durch. Ich würde in Singapur nicht jeden Abend in
einem teuren Restaurant essen. Gerade an den einfachen Ständen entdeckt
man oft die interessantesten Gerichte. Wenn an einem Stand viele
Einheimische anstehen, ist das für mich meistens ein gutes Zeichen.
Ich bin kein Reiseführer und möchte euch deshalb hier auch keine einzelnen Hotels empfehlen. Vieles ändert sich im Laufe der Zeit. Hotels schließen, werden umgebaut oder haben plötzlich einen anderen Namen. Deshalb gebe ich euch lieber eine allgemeine Orientierung, worauf ihr bei der Unterkunft achten könnt.
Teuer wird Singapur vor allem bei den Unterkünften. Einfache Zimmer
beginnen häufig irgendwo um 40 bis 100 SGD, während gute Mittelklassehotels
schnell 150 bis 380 SGD pro Nacht kosten können. In zentraler Lage,
an der Marina Bay oder auf Sentosa geht es deutlich höher. Bucht euch ein Hotel etwas vom Zentrum weg. Mit der MRT und den Bussen kommt ihr schnell und günstig ins Zentrum. Beim letzten mal im Januar 2025 zahlten wir für ein 12 m² Zimmer 120 € zu Zweit - Allerdings absolut im Zentrum.
Die Preise schwanken allerdings stark nach Reisezeit, Wochenende,
Veranstaltungen und Buchungszeitpunkt. Die billigen Zimmer sind oft sehr klein. Vergleicht einfach
Hotels Singapur vergleichen
Wer nicht viel Geld ausgeben möchte, muss nicht unbedingt ein Hotel direkt im Zentrum nehmen. Etwas außerhalb findet man häufig deutlich günstigere Unterkünfte. Wichtig ist für mich vor allem, dass eine MRT-Station in der Nähe ist. Mit der MRT oder dem Bus kommt ihr schnell und günstig ins Zentrum.
Auch in Little India findet man häufig günstigere Unterkünfte als rund um Marina Bay oder direkt im Geschäfts- und Einkaufszentrum. Little India liegt trotzdem noch recht zentral und ist durch die MRT sehr gut angebunden.
Was man bei Singapur-Hotels unbedingt beachten sollte: Die Zimmer können sehr klein sein. Gerade bei günstigen Hotels würde ich deshalb vor der Buchung immer auf die angegebene Zimmergröße achten. Ein Zimmer mit 10 oder 12 Quadratmetern ist in Singapur keine Seltenheit. Teilweise gibt es sogar Zimmer ohne Fenster. 2002 hatte mein Zimmer 10 m², kein Fenster und Toiletten waren im anderen Stockwerk. Ich glaube das gibt es heute nicht mehr.
Wer alleine reist und wirklich sparen möchte, kann sich auch Hostels oder sogenannte Capsule Hotels ansehen. Für ein paar Nächte können sie eine günstige Alternative zu einem normalen Hotelzimmer sein.
In Gegenden wie Marina Bay oder auf Sentosa wird es dagegen schnell deutlich teurer. Dort bezahlt man nicht nur für das Hotel, sondern natürlich auch für die Lage und teilweise für die Aussicht.
Ungefähre Preise zur Orientierung:
Die Preise können je nach Reisezeit, Wochenende, Veranstaltungen und Buchungszeitpunkt stark schwanken. Deshalb lohnt es sich, verschiedene Termine und Stadtteile miteinander zu vergleichen.
Mein persönlicher Tipp:
Mir ist in Singapur die Nähe zu einer MRT-Station wichtiger als ein Hotel
direkt an der Marina Bay. Ein paar Stationen außerhalb spart man oft
deutlich Geld und ist trotzdem schnell überall. Achtet bei der Buchung
aber unbedingt auf die Zimmergröße – billig kann in Singapur auch bedeuten:
sehr, sehr klein.
1 Singapur-Dollar entspricht derzeit ungefähr 0,68 Euro.
Singapur hat den Ruf, eines der teuersten Reiseziele Asiens zu sein. Das stimmt teilweise – vor allem Hotels, Alkohol und manche Sehenswürdigkeiten können ordentlich ins Geld gehen. Wer dagegen öffentliche Verkehrsmittel nutzt und in Hawker Centres isst, kann sich auch in Singapur erstaunlich günstig durch den Tag bewegen.
Bezahlt wird mit dem Singapur-Dollar (SGD). Kreditkarten und kontaktloses Bezahlen werden in Hotels, Geschäften, Restaurants und vielen Taxis sehr häufig akzeptiert. Trotzdem habe ich immer etwas Bargeld dabei, besonders für kleinere Essensstände, Hawker Centres oder kleine Einkäufe.
Ungefähre Preise zur Orientierung:
| Essen im Hawker Centre | ca. 5–10 SGD - und schmeckt super |
| Essen + Getränk im Hawker Centre | ca. 7–15 SGD |
| Bier im Hawker Centre | ca. 8–15 SGD |
| Kaffee / Kopi / Tee | ca. 1,50–3 SGD |
| Food Court im Einkaufszentrum | ca. 7–15 SGD |
| Normales Restaurant | ca. 20–40 SGD pro Person |
| MRT oder Bus | meist ca. 1,30–2,60 SGD pro Fahrt |
| Taxi Grundpreis | ca. 4,40–5,20 SGD plus Strecke und Zuschläge |
| Einfaches Hotel / Budgethotel | ca. 40–100 SGD pro Nacht |
| Mittelklassehotel | ca. 110–400 SGD pro Nacht |
| Luxushotel | ab ca. 400 SGD aufwärts |
Gerade beim Essen kann man in Singapur sehr viel Geld sparen. In den Hawker Centres bekommt man hervorragendes chinesisches, malaiisches und indisches Essen häufig schon für wenige Dollar. Ein typisches Gericht kostet derzeit meist ungefähr 5 bis 10 SGD. Für mich gehören die Hawker Centres sowieso zu Singapur dazu – nicht nur weil sie günstig sind, sondern weil man dort hervorragend essen kann.
Auch der öffentliche Nahverkehr ist erstaunlich günstig. MRT- und Busfahrten werden nach Entfernung berechnet. Eine normale Fahrt kostet mit Karte derzeit ungefähr zwischen 1,28 und 2,57 SGD. Singapur lässt sich deshalb problemlos ohne Mietwagen erkunden.
Auch manche Sehenswürdigkeiten sind nicht gerade billig. Bei Gardens by the Bay kostet beispielsweise der OCBC Skyway für ausländische Erwachsene derzeit 14 SGD; Flower Dome und Cloud Forest zusammen kosten 46 SGD. Preise können sich natürlich jederzeit ändern.
Trinkgeld ist in Singapur normalerweise nicht nötig. In vielen Restaurants und Hotels wird bereits eine Servicegebühr von etwa 10 Prozent berechnet. Zusätzlich beträgt die Mehrwertsteuer (GST) derzeit 9 Prozent. Wenn auf einer Speisekarte hinter dem Preis „++“ steht, kann die Rechnung deshalb deutlich höher ausfallen als der zunächst sichtbare Preis.
Mein persönlicher Tipp:
Lasst euch von dem Ruf „Singapur ist unbezahlbar“ nicht abschrecken.
Schlafen kann teuer sein, aber beim Essen und beim Transport kann man
sehr günstig unterwegs sein. Ich würde lieber etwas mehr für ein gut
gelegenes Hotel bezahlen und dafür mit der MRT fahren und in Hawker
Centres essen. Dann bekommt man auch Singapur mit einem vernünftigen
Reisebudget gut hin.
Persönlich erlebt - Fotografiert - Geschrieben.
AsienForever basiert auf eigenen Reisen seit 1986. Hier geht es nicht um anonyme Reise-Texte, sondern um authentische Erfahrungen, Fotos und Tipps aus Jahrzehnten unterwegs in Asien und anderen Teilen dieser Welt.
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