

Klickt eines der Themen an um weitere Informationen und Tipps zu erhalten
Stand: 29. August 2026
Singapur unterscheidet zwischen kurzfristigen Besuchern, Geschäftsreisenden, Personen mit beruflicher Tätigkeit, Journalisten und Medienvertretern sowie Personen, die zum Studium, zur Arbeit oder für einen längerfristigen Aufenthalt nach Singapur kommen. Welche Genehmigung erforderlich ist, hängt insbesondere von Staatsangehörigkeit, Reisedokument, Aufenthaltszweck und geplanter Tätigkeit ab.
Wichtiger Hinweis:
Die folgenden Informationen dienen der allgemeinen Orientierung. Einreise-, Visa- und Aufenthaltsbestimmungen können sich kurzfristig ändern. Verbindlich sind ausschließlich die jeweils aktuellen Vorgaben der zuständigen Behörden Singapurs, insbesondere der Immigration & Checkpoints Authority (ICA), des Ministry of Foreign Affairs (MFA) und des Ministry of Manpower (MOM).
Für 99 % der Besucher gilt Nr. 1
Ausländische Besucher benötigen für die Einreise grundsätzlich einen eigenen gültigen Reisepass beziehungsweise ein anerkanntes Reisedokument das grundsätzlich noch mindestens sechs Monate gültig sein muss.
Die Behörden können außerdem einen Rück- oder Weiterreisenachweis, die notwendigen Einreisevoraussetzungen für das nächste Reiseziel sowie ausreichende finanzielle Mittel für den Aufenthalt verlangen. Kommt aber eigentlich nie vor. Ich habe von so einem Fall noch nie gehört.
Die endgültige Entscheidung über die Einreise trifft die singapurische Einwanderungsbehörde am Grenzübergang. Auch ein bereits erteiltes Visum garantiert die Einreise nicht. Dies gilt eigentlich für alle Visumspflichtige Länder. Kann euch nicht interessieren.
Für deutsche Staatsangehörige
Inhaber eines regulären deutschen Reisepasses benötigen für einen normalen touristischen Kurzaufenthalt kein Singapur-Visum.
Ich bin zweimal über Land von Malaysia eingereist und einmal 2025
per Flugzeug. Die Einreise war für mich jedes Mal unkompliziert.
Als deutscher Tourist benötigt man für einen normalen Kurzaufenthalt
kein vorher beantragtes Visum. Heutzutage ist das etwas anders, aber immer noch sehr einfach.
Die tatsächlich genehmigte Aufenthaltsdauer wird bei der Einreise festgelegt und im elektronischen Visit Pass, dem sogenannten E -Pass, angezeigt. Besucher sollten deshalb nicht allein von einer pauschalen Aufenthaltsdauer ausgehen, sondern nach der Einreise das im e-Pass angegebene Ausreisedatum kontrollieren.
2. SG Arrival Card
Fast alle Reisenden müssen vor ihrer Ankunft die Singapore Arrival Card (SGAC) einschließlich elektronischer Gesundheitserklärung einreichen.
Die SG Arrival Card kann frühestens innerhalb drei Tagen vor der Ankunft einschließlich des Ankunftstages über den offiziellen ICA-Service beziehungsweise die MyICA-App eingereicht werden.
Die SG Arrival Card ist kostenlos und ist kein Visum !
Ausgenommen sind insbesondere Reisende, die lediglich in Singapur umsteigen und dabei keine Einreisekontrolle passieren. Für bestimmte Einwohner Singapurs, die über die Landgrenze einreisen, gelten ebenfalls Ausnahmen.
Achtung vor kommerziellen Vermittlungsseiten: Für die Einreichung der SG Arrival Card über die offizielle ICA-Plattform wird keine Gebühr erhoben. Macht das über die offizielle Seite ! Alles andere ist Abzocke . SG Arrival Card und Gesundheitserklärung: Reisende müssen innerhalb von drei Tagen vor der Einreise, einschließlich des Ankunftstages, die kostenlose SG Arrival Card mit elektronischer Gesundheitserklärung bei der Immigration & Checkpoints Authority (ICA) einreichen. Die offizielle Einreichung erfolgt unter
https://eservices.ica.gov.sg/sgarrivalcard/ oder über die MyICA-App.
Wichtig ist der Hinweis „kostenlos“: Die ICA warnt ausdrücklich vor Drittanbieterseiten, die für das Ausfüllen der SG Arrival Card Gebühren verlangen. Offizielle ICA-Dienste erkennt man grundsätzlich an der Domain .ica.gov.sg.
3. Elektronischer Visit Pass – e-Pass Ausländische Kurzzeitbesucher erhalten nach erfolgreicher Einreise in der Regel keinen klassischen Einreisestempel mehr im Reisepass. Stattdessen wird ein elektronischer Visit Pass (e-Pass) an die bei der SG Arrival Card angegebene E-Mail-Adresse gesendet. Der e-Pass enthält unter anderem die genehmigte Aufenthaltsdauer und den letzten zulässigen Aufenthaltstag. Besucher sollten diese Angaben unmittelbar nach der Einreise kontrollieren und den e-Pass für die Dauer ihres Aufenthalts aufbewahren.
4. Wer benötigt ein Visum? Ob vor der Reise ein Singapur-Visum beantragt werden muss, richtet sich nach dem ausgestellten Reisepass beziehungsweise Reisedokument. Nach der derzeitigen ICA-Liste besteht unter anderem Visumpflicht für Reisedokumente aus:
Afghanistan, Algerien, Armenien, Aserbaidschan, Bangladesch, Belarus, Nordkorea, Ägypten, Georgien, Indien, Iran, Irak, Jordanien, Kasachstan, Kosovo, Kirgisistan, Libanon, Libyen, Mali, Moldau, Marokko, Nigeria, Pakistan, Russland, Somalia, Südsudan, Sudan, Syrien, Tadschikistan, Tunesien, Turkmenistan, Ukraine, Usbekistan und Jemen.
Darüber hinaus gelten besondere Bestimmungen für verschiedene spezielle Reisedokumente, darunter bestimmte Flüchtlings- oder Staatenlosendokumente, palästinensische Pässe sowie bestimmte in Hongkong, Macau, China und den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgestellte Reisedokumente. Da sich diese Liste ändern kann, sollte vor jeder Reise die aktuelle ICA-Einstufung anhand des tatsächlich verwendeten Reisepasses geprüft werden.5. Ein Visum ist keine Aufenthaltsgenehmigung Ein Singapur-Visum berechtigt grundsätzlich dazu, nach Singapur zu reisen und dort die Einreise zu beantragen. Es garantiert jedoch weder die Einreise noch eine bestimmte Aufenthaltsdauer. Die genehmigte Aufenthaltsdauer ergibt sich aus dem bei der Einreise erteilten Visit Pass beziehungsweise e-Pass und nicht aus der Gültigkeitsdauer des Visums.
6. Verlängerung eines touristischen Aufenthalts Wer länger bleiben möchte als im Short-Term Visit Pass genehmigt, kann bei der ICA eine Verlängerung beantragen. Ein Antrag ist grundsätzlich online möglich, wenn der bestehende Visit Pass nur noch höchstens 14 Tage gültig ist. Eine Verlängerung wird nicht automatisch erteilt, sondern von der ICA geprüft. Ein Überschreiten des genehmigten Aufenthaltszeitraums ist nicht zulässig.
7. Geschäftsreisende
Für klassische Geschäftsbesuche ist nicht automatisch eine Arbeitserlaubnis erforderlich.
Ohne gesonderten Work Pass können Besucher beispielsweise an:
8. Journalisten, Reporter, Fotografen und Mediencrews Bei journalistischen Reisen ist der konkrete Zweck der Reise entscheidend. Journalisten auf privater Urlaubsreise Ein Journalist, Fotograf oder Medienmitarbeiter, der ausschließlich privat Urlaub in Singapur macht und dort keiner journalistischen Tätigkeit nachgeht, unterliegt grundsätzlich den normalen Einreisebedingungen für Touristen. Journalistische Tätigkeit mit Unterstützung einer staatlichen Stelle Bestimmte journalistische Tätigkeiten – beispielsweise Berichterstattung über Veranstaltungen oder Media Tours, die von der Regierung Singapurs oder einer gesetzlichen Körperschaft unterstützt werden – können als Work Pass Exempt Activity zulässig sein. In diesem Fall ist grundsätzlich ein gültiger Short-Term Visit Pass erforderlich. Nach der Einreise und vor Aufnahme der Tätigkeit muss die Tätigkeit beim Ministry of Manpower gemeldet werden. Work-Pass-befreite Tätigkeiten sind grundsätzlich auf insgesamt höchstens 90 Tage innerhalb eines Kalenderjahres begrenzt. Unabhängige ausländische Journalisten und Mediencrews Ausländische Journalisten, Reporter oder begleitende Crewmitglieder, die nicht von einer singapurischen Regierungsbehörde unterstützt oder gesponsert werden und in Singapur eine Veranstaltung abdecken oder eine journalistische Geschichte erstellen wollen, können einen Miscellaneous Work Pass (MWP) benötigen. Der Miscellaneous Work Pass:
9. Arbeiten in Singapur Ein touristischer Short-Term Visit Pass ist grundsätzlich keine Arbeitserlaubnis. Wer in Singapur eine Beschäftigung aufnehmen möchte, benötigt – soweit keine spezielle Ausnahme greift – einen geeigneten Work Pass des Ministry of Manpower.
Zu den wichtigsten Kategorien gehören:
Employment Pass (EP)
Der Employment Pass richtet sich vor allem an ausländische Fach- und Führungskräfte sowie Professionals, Manager und Executives.
Für reguläre Branchen gilt derzeit eine altersabhängige Mindestvergütung, beginnend bei S$5.600 monatlich. Für den Finanzsektor gelten höhere Anforderungen. Zusätzlich kommt bei vielen Anträgen das Punktesystem COMPASS zur Anwendung.
Der Antrag wird normalerweise vom Arbeitgeber oder einer zugelassenen Employment Agency gestellt.
S Pass
Der S Pass richtet sich an qualifizierte Fachkräfte auf Associate-Professional- und Technician-Niveau.
Die derzeitige Mindestvergütung beginnt bei S$3.300 monatlich und steigt mit dem Alter. Für den Finanzsektor gelten höhere Schwellenwerte. Für Arbeitgeber bestehen zusätzlich Quoten- und Abgabenregelungen.
Ab dem 1. Januar 2027 werden die Mindestgehälter für neue Anträge erneut angehoben.
Work Permit
Work Permits existieren für verschiedene Arbeitnehmergruppen und Branchen. Für ausländische Arbeitskräfte gelten unter anderem je nach Branche Vorgaben zu Herkunftsländern, Quoten, Arbeitgeberabgaben und Versicherung.
Diese Kategorie ist deutlich stärker reguliert als Employment Pass oder S Pass.
Training Employment Pass und Training Work Permit
Für bestimmte berufliche Ausbildungs- und Trainingseinsätze stehen gesonderte Genehmigungen zur Verfügung.
Der Training Employment Pass richtet sich an qualifizierte ausländische Studenten oder Trainees für professionelle, leitende oder spezialisierte Tätigkeiten und kann grundsätzlich bis zu drei Monate gelten.
Der Training Work Permit kann für bestimmte praktische Ausbildungsmaßnahmen bis zu sechs Monate gelten.
10. Studium in Singapur
Ausländische Personen, die für ein reguläres Vollzeitstudium oder eine entsprechende Ausbildung an einer anerkannten Einrichtung nach Singapur kommen, benötigen grundsätzlich einen Student's Pass.
Voraussetzung ist in der Regel die Aufnahme beziehungsweise Zulassung durch eine geeignete Bildungseinrichtung.
Für bestimmte kurze Lehrgänge gelten Ausnahmen, wenn der Kurs innerhalb der Gültigkeit des Short-Term Visit Pass beziehungsweise spätestens innerhalb von 30 Tagen vollständig abgeschlossen wird und weitere Voraussetzungen erfüllt sind.
Die konkreten Regeln unterscheiden sich nach Art der Schule, Universität oder Bildungseinrichtung.
11. Familienangehörige
Familienangehörige bestimmter Work-Pass-Inhaber können je nach persönlicher Situation einen Dependant's Pass oder Long-Term Visit Pass erhalten.
Ein Dependant's Pass ist beispielsweise für den rechtmäßig verheirateten Ehepartner und unverheiratete Kinder unter 21 Jahren bestimmter Employment-Pass- oder S-Pass-Inhaber vorgesehen.
Für die Familienförderung gelten unter anderem Einkommens- und Sponsoringvoraussetzungen.
Ein Long-Term Visit Pass kann in verschiedenen Konstellationen in Betracht kommen. Dabei ist zwischen LTVP-Regelungen der ICA – etwa bei bestimmten familiären Beziehungen zu Bürgern oder Permanent Residents – und LTVP-Regelungen des Ministry of Manpower für Angehörige bestimmter Work-Pass-Inhaber zu unterscheiden.
Die Erfüllung einer dieser Kategorien bedeutet nicht automatisch, dass Permanent Residence erteilt wird. Die ICA berücksichtigt bei ihrer Entscheidung verschiedene Faktoren wie familiäre Bindungen, wirtschaftlichen Beitrag, Qualifikationen, Alter, Familienprofil, Aufenthaltsdauer und Integration in Singapur.
Gesundheit und GelbfieberFür Reisende mit Aufenthalt in bestimmten Gelbfieber-Risikogebieten gelten besondere Gesundheitsvorschriften. Wer sich innerhalb der sechs Tage vor der Einreise in einem von Singapur als Gelbfieber-Risikogebiet eingestuften Land aufgehalten hat, muss grundsätzlich einen gültigen Gelbfieber-Impfnachweis vorlegen. Dies gilt auch bei einem Flughafentransit von mehr als zwölf Stunden in einem entsprechenden Risikoland.
14. Zoll, Bargeld und verbotene Gegenstände Bei der Einreise sind die Zollbestimmungen Singapurs zu beachten. Zollpflichtige oder kontrollierte Waren müssen entsprechend deklariert werden. Für bestimmte Waren gelten Einfuhrbeschränkungen oder vollständige Verbote. Wer Bargeld beziehungsweise sogenannte Bearer Negotiable Instruments im Gesamtwert von mehr als S$20.000 beziehungsweise dem entsprechenden Fremdwährungswert mitführt, muss eine entsprechende Erklärung abgeben.
15. Transit
Passagiere, die lediglich über Singapur weiterreisen und den Transitbereich nicht verlassen beziehungsweise keine Einreisekontrolle durchlaufen, gelten grundsätzlich nicht als normale Besucher.
Für Staatsangehörige bestimmter visumpflichtiger Länder existiert unter bestimmten Voraussetzungen eine Visa-Free Transit Facility (VFTF) für Aufenthalte von weniger als 96 Stunden.
Die Voraussetzungen sollten vor Reiseantritt unmittelbar bei der ICA geprüft werden.
16. Vor jeder Reise erneut prüfen
Die Einreise-, Visa- und Aufenthaltsbestimmungen Singapurs können jederzeit geändert werden.
Reisende sollten deshalb unmittelbar vor Abreise noch einmal prüfen:
Immigration & Checkpoints Authority (ICA)
Einreise, SG Arrival Card, Visa, Visit Pass, Student's Pass, Long-Term Visit Pass und Permanent Residence
Ministry of Manpower (MOM)
Employment Pass, S Pass, Work Permits, EntrePass, ONE Pass, Journalisten und sonstige Arbeitserlaubnisse
Ministry of Foreign Affairs Singapore (MFA)
Visa- und konsularische Informationen sowie singapurische Auslandsvertretungen
Rechtlicher Hinweis
Alle Angaben auf dieser Seite wurden nach bestem Wissen anhand öffentlich zugänglicher Informationen der zuständigen Behörden zusammengestellt. Sie stellen keine Rechts-, Visa- oder Einwanderungsberatung dar. Für Vollständigkeit, Aktualität und eine erfolgreiche Einreise oder Erteilung einer Genehmigung kann keine Gewähr übernommen werden.
Maßgeblich sind ausschließlich die bei Reiseantritt geltenden Bestimmungen und die Entscheidungen der zuständigen Behörden der Republik Singapur.
Mein persönlicher Tipp
Weniger ist mehr. Ich bin seit Jahrzehnten mit dem Rucksack unterwegs und nehme grundsätzlich lieber zu wenig als zu viel mit. In Singapur bekommt man praktisch alles, was man unterwegs vergessen hat. Für ein paar Tage in der Stadt braucht niemand einen halben Kleiderschrank mitzuschleppen.
Singapur ist ein unkompliziertes Reiseziel und man muss eigentlich nicht viel Besonderes einpacken. Wer normalerweise mit Koffer reist, ist in Singapur aber genauso gut aufgehoben wie Backpacker mit dem Rucksack. Straßen, Gehwege, MRT-Stationen und Hotels sind modern – ein Rollkoffer ist hier überhaupt kein Problem.
Das Klima ist ganzjährig tropisch warm und sehr feucht. Leichte, luftige Kleidung aus Baumwolle oder schnelltrocknenden Materialien ist deshalb ideal. T-Shirts, leichte Hemden, Shorts und dünne Hosen reichen normalerweise vollkommen aus. Gleichzeitig sollte man einen dünnen Pullover oder eine leichte Jacke dabeihaben, denn Einkaufszentren, Restaurants und öffentliche Verkehrsmittel werden teilweise kräftig klimatisiert.
Auch Regenschutz gehört ins Gepäck. Tropische Regenschauer können plötzlich und heftig auftreten. Ein kleiner Regenschirm oder eine sehr leichte Regenjacke nimmt kaum Platz weg und ist schnell zur Hand.
Für Besichtigungen reichen bequeme Schuhe oder gute Sandalen. Wer Tempel, Moscheen oder andere religiöse Stätten besuchen möchte, sollte außerdem Kleidung dabeihaben, mit der Schultern und Knie bedeckt werden können. Wenn Frauen Moscheen oder buddhistische Tempel besuchen bitte ein T-Shirt mit Ärmel und eine Hose. Für Sentosa oder einen Hotelpool gehören natürlich auch Badesachen ins Gepäck.
In meinen Rucksack beziehungsweise Koffer würden außerdem folgende Dinge gehören:
Hinweis: Impfempfehlungen und Einreisebestimmungen können sich ändern. Vor der Reise deshalb immer noch einmal die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amtes und der singapurischen Behörden prüfen.
Singapur ist gesundheitlich ein sehr unkompliziertes Reiseziel. Die medizinische Versorgung ist ausgezeichnet und mit europäischen Standards vergleichbar. Allerdings kann eine Behandlung, besonders in privaten Kliniken oder Krankenhäusern, schnell teuer werden. Eine gute Auslandskrankenversicherung gehört für mich deshalb auf jeden Fall dazu.
Wer direkt aus Deutschland nach Singapur reist, benötigt derzeit keine Pflichtimpfung. Die üblichen Standardimpfungen sollten natürlich aktuell sein. Für Reisen nach Singapur wird außerdem häufig eine Impfung gegen Hepatitis A empfohlen. Je nach Reisedauer, persönlicher Situation oder weiteren Reisezielen in Südostasien können zusätzliche Impfungen sinnvoll sein. Wer länger unterwegs ist oder anschließend beispielsweise nach Thailand, Malaysia, Indonesien oder in andere Länder weiterreist, sollte das vor der Reise mit einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt besprechen.
Ein Thema, das ich in Singapur ernster nehmen würde als irgendwelche exotischen Krankheiten, sind Mücken.
Denguefieber kommt in Singapur vor, und die übertragenden Aedes-Mücken sind vor allem tagsüber aktiv. Ein vernünftiger Mückenschutz gehört deshalb auch in der Stadt dazu. Ich nehme ein gutes Mückenspray mit und benutze es besonders dort, wo viel Grün und Wasser vorhanden ist. Ich selbst hatte Denguefieber einmal in Südindien und weiß deshalb, dass ich das Thema Mückenschutz nicht auf die leichte Schulter nehme.
Mit Essen und Trinkwasser hatte ich in Singapur nie Probleme. Leitungswasser kann grundsätzlich getrunken werden, und die hygienischen Verhältnisse sind für asiatische Verhältnisse sehr gut. Trotzdem gilt natürlich wie überall: Wenn etwas offensichtlich nicht frisch aussieht oder stundenlang in der Hitze herumsteht, lasse ich die Finger davon.
Was man ebenfalls nicht unterschätzen sollte, ist das Klima. Singapur ist das ganze Jahr über heiß und sehr feucht. Wer viel zu Fuß unterwegs ist, sollte genügend trinken und sich zwischendurch auch einmal eine Pause im Schatten oder in einem klimatisierten Gebäude gönnen. Gerade in den ersten Tagen kann die Kombination aus Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit ziemlich anstrengend sein.
Eine Besonderheit gibt es bei der Gelbfieberimpfung. Wer direkt aus Deutschland einreist, benötigt sie nicht. Wer aber in den sechs Tagen vor der Einreise in einem Gelbfieber-Risikogebiet war oder dort länger als zwölf Stunden im Transit verbracht hat, kann einen gültigen Gelbfieber-Impfnachweis benötigen.
Auch bei Medikamenten lohnt sich ein kurzer Blick auf die Einfuhrbestimmungen. Bestimmte Arzneimittel unterliegen in Singapur strengeren Regeln. Regelmäßig benötigte Medikamente würde ich deshalb in der Originalverpackung mitnehmen und bei ungewöhnlichen oder stärker kontrollierten Medikamenten vorher prüfen, ob eine Genehmigung erforderlich ist.
Mein persönlicher Tipp: Für einen normalen Singapur-Aufenthalt würde ich keine riesige Reiseapotheke mitschleppen. Pflaster, etwas gegen Schmerzen, Magenprobleme, persönliche Medikamente und Mückenschutz reichen mir normalerweise völlig aus. Apotheken und Ärzte findet man in Singapur praktisch überall.
Singapur kann man eigentlich das ganze Jahr über bereisen. Eine klassische Haupt- und Nebensaison wie in vielen anderen asiatischen Ländern gibt es kaum. Die Temperaturen verändern sich über das Jahr nur wenig. Tagsüber liegen sie meist um die 30 Grad oder etwas darüber, nachts bleibt es mit etwa 24 bis 26 Grad ebenfalls warm.
Was man allerdings sofort merkt, ist die hohe Luftfeuchtigkeit. Singapur liegt fast direkt am Äquator und das Klima ist tropisch. Gerade wenn man viel zu Fuß unterwegs ist, kann die Kombination aus Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit anstrengender sein als die Temperatur selbst. Nach wenigen Minuten ist das T-Shirt manchmal schon durchgeschwitzt.
Regen gehört in Singapur praktisch zu jeder Jahreszeit dazu. Das bedeutet aber nicht, dass es tagelang durchregnet. Häufig sind es kräftige tropische Schauer oder Gewitter, die plötzlich kommen und nach einer Stunde schon wieder vorbei sein können. Deshalb würde ich meine Reise nicht von einer bestimmten „Regenzeit“ abhängig machen.
Etwas mehr Regen fällt gewöhnlich während des Nordostmonsuns ungefähr von November bis Januar. Besonders im Dezember können die Niederschläge stärker ausfallen. Die Monate Februar bis April sind häufig etwas trockener, wobei auch dann jederzeit ein kräftiger Regenschauer möglich ist.
Von ungefähr Juni bis September beeinflusst der Südwestmonsun das Wetter. Auch in dieser Zeit bleibt es warm und feucht. Gewitter treten häufig am späten Vormittag oder Nachmittag auf. In den Übergangszeiten zwischen den Monsunen, besonders im April und Mai sowie im Oktober und November, können ebenfalls heftige Gewitter entstehen.
Für eine Städtereise würde ich deshalb sagen: Die beste Reisezeit ist die Zeit, in der es für euch am besten passt. Wegen des Wetters würde ich eine Singapur-Reise nicht verschieben. Einen kleinen Regenschirm einpacken und bei einem tropischen Wolkenbruch einfach eine Pause machen – Einkaufszentren, Cafés und MRT-Stationen gibt es schließlich fast überall.
Mein persönlicher Tipp:
Plant Besichtigungen möglichst nicht zu eng. Wenn mittags die Hitze zu stark
wird oder ein kräftiges Gewitter herunterkommt, setzt euch einfach irgendwo
hin, trinkt etwas und wartet eine Weile. Singapur läuft nicht weg. Gerade am
frühen Morgen und am Abend finde ich die Stadt wesentlich angenehmer als in
der heißen Mittagszeit.
Persönlich erlebt - Fotografiert - Geschrieben.
AsienForever basiert auf eigenen Reisen seit 1986. Hier geht es nicht um anonyme Reise-Texte, sondern um authentische Erfahrungen, Fotos und Tipps aus Jahrzehnten unterwegs in Asien und anderen Teilen dieser Welt.
Praktische Angebote für die Planung deiner nächsten Reise