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Thailand: Verhalten, Sitten und Gebräuche, Sicherheit und Frauen auf Reisen

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Sitten und Benehmen in Thailand – andere Länder, andere Sitten

Wer ein fremdes Land besucht, sollte sich auch mit dessen Kultur beschäftigen. Das klingt selbstverständlich, ist es aber leider nicht. Auch ich finde manche Regeln, Sitten und Gebräuche nicht besonders sinnvoll. Trotzdem bin ich in Thailand Gast. Und als Gast sollte ich die Menschen und ihre Lebensweise respektieren. Wer sich darüber überhaupt nicht informieren möchte, sollte vielleicht überlegen, ob eine Fernreise das Richtige für ihn ist.

Ich habe mich auf meinen Reisen oft für andere Touristen und Backpacker geschämt. Nicht, weil sie eine Regel nicht kannten – das kann jedem passieren. Sondern weil manche sich überhaupt nicht darum scherten, wie ihr Verhalten bei den Einheimischen ankommt. Dass ihr diesen Artikel lest, ist schon einmal ein guter Anfang. :-)

Natürlich ist Thailand nicht überall gleich. In den Touristenzentren auf Phuket, Koh Samui oder in Pattaya geht es anders zu als in einem kleinen Dorf im Norden oder in einer ländlichen Tempelanlage. Trotzdem gelten einige Grundregeln überall.

Kleidung: Der Strand ist nicht der Supermarkt

Am Strand ist Badekleidung selbstverständlich. Aber bitte nicht im Bikini durch den Supermarkt laufen oder mit nacktem, verschwitztem Oberkörper im Restaurant sitzen. Das gilt ausdrücklich auch für Männer. Würdet ihr zu Hause mit nacktem Oberkörper bei Aldi einkaufen oder im Bikini in den Bus steigen? Vermutlich nicht. Warum also ausgerechnet in Thailand?

Oben ohne zu baden oder sich sehr freizügig zu zeigen, kann abseits entsprechend toleranter Touristenstrände Anstoß erregen. Ob etwas ausdrücklich verboten ist, hängt vom Ort und den Umständen ab. Entscheidend ist für mich ohnehin nicht allein das Gesetz, sondern der Respekt vor den Menschen.

Ähnliches gilt für Tempel: Schultern und Knie sollten in der Regel bedeckt sein. Vor dem Betreten religiöser Gebäude zieht man die Schuhe aus. Achtet auf die Schilder vor Ort und darauf, was die Einheimischen tun.

Freundlichkeit und der Wai-Gruß

Was mir in Thailand immer wieder auffällt: Wie viel man mit einem freundlichen Ton und einem Lächeln erreichen kann. Manche westlichen Besucher stellen Fragen, als würden sie eine Bestellung aufgeben: „Wann fährt der Bus? Was kostet das?“ Ein freundliches „Hallo“ und ein Lächeln kosten nichts – können aber Wunder wirken. Das berühmte thailändische Lächeln hat allerdings viele Bedeutungen und heißt nicht automatisch, dass jemand einverstanden oder glücklich ist.

Der traditionelle Gruß heißt Wai. Dabei legt man die Handflächen vor dem Körper zusammen und neigt leicht den Kopf. Wie hoch die Hände gehalten werden, hängt unter anderem von Alter, Stellung und Situation ab. Als Tourist müsst ihr daraus keine Wissenschaft machen. Wenn euch jemand mit einem Wai begrüßt, könnt ihr ihn höflich erwidern. Gegenüber Servicepersonal ist auch ein freundliches Lächeln oder ein einfaches „Sawasdee“ völlig in Ordnung. Nicht jeder Wai muss beantwortet werden – und vor allem muss man nicht jeden Menschen ständig mit einem Wai begrüßen und verabschieden.

Füße, Kopf und Körpersprache

Der Kopf gilt in der thailändischen Kultur traditionell als besonders respektvoll zu behandelnder Körperteil. Streichelt deshalb nicht ungefragt fremden Menschen über den Kopf – auch Kindern nicht.

Füße gelten dagegen als vergleichsweise unrein. Richtet eure Fußsohlen möglichst nicht auf Menschen oder Buddhafiguren. Legt die Füße nicht auf Tische und steigt nicht über Essen, das auf dem Boden steht. Wenn Menschen am Boden sitzen und ihr an ihnen vorbeigeht, ist es höflich, euch etwas klein zu machen und nicht demonstrativ über sie hinwegzusteigen.

Wenn ihr jemanden heranwinken wollt, macht das möglichst mit nach unten gerichteter Handfläche. Mit ausgestrecktem Zeigefinger nach jemandem zu schnippen, kann unhöflich wirken. Solche Kleinigkeiten lernt man schnell – und sie ersparen manche peinliche Situation.

Respekt gegenüber allen Menschen

In den Touristenorten gibt es Bars, in denen auch Sexarbeiterinnen beschäftigt sind. Man muss dieses Gewerbe nicht gutheißen. Aber die Frauen haben dasselbe Recht auf Respekt wie jeder andere Mensch. Ich finde es unerträglich, wenn Touristen sie von oben herab behandeln oder glauben, mit Geld auch gleich einen Menschen gekauft zu haben. Wer sich mit ihnen unterhält, merkt oft schnell, dass hinter jeder Person eine eigene Geschichte steht.

Und noch etwas speziell an manche Backpacker: Es ist nicht besonders cool, möglichst abgerissen und ungepflegt herumzulaufen, um allen zu beweisen, was für ein erfahrener Traveller man ist. Natürlich muss auf einer langen Reise nicht jedes Hemd frisch gebügelt sein. Aber Rücksicht auf andere hat nichts mit dem Reisestil oder dem Geldbeutel zu tun. Die erfahrensten Reisenden erkennt man oft gerade daran, dass sie kein großes Theater aus sich machen.

Die Monarchie und der Umgang mit Kritik

Seid bei Äußerungen über die thailändische Monarchie sehr vorsichtig. In Thailand gelten strenge Gesetze zur Majestätsbeleidigung. Auch Ausländer können strafrechtliche Konsequenzen riskieren. Am besten vermeidet ihr abfällige Bemerkungen über die Königsfamilie – insbesondere in der Öffentlichkeit und in sozialen Medien. Wenn ihr über König Bhumibol sprecht, ist „König Bhumibol“ eine respektvolle und verständliche Bezeichnung.

Auch bei Streitigkeiten hilft es selten, laut zu werden. Egal ob am Ticketschalter, im Hotel oder auf einem Amt: Wer herumschreit, macht die Situation meist nur schlimmer. Ein ruhiger Ton und ein wenig Geduld bringen oft mehr. Das bedeutet nicht, dass man sich alles gefallen lassen muss. Man kann bestimmt auftreten, ohne sein Gegenüber bloßzustellen.

Mit pauschaler Kritik an Thailand, seiner Gesellschaft oder seinen Menschen wäre ich gegenüber Fremden ebenfalls zurückhaltend. Gute Gespräche sind möglich, aber ein öffentlicher Vortrag darüber, was in Thailand angeblich alles falsch läuft, kommt selten gut an. Schließlich mögen wir es zu Hause auch nicht, wenn ein Gast uns nach fünf Minuten erklärt, wie wir unser Land zu führen haben.

Essensstände: Bitte nicht die Nase rümpfen!

Ein Verhalten mancher Touristen nervt mich ganz besonders: Thailand ist berühmt für seine hervorragenden Garküchen, Essensstände und Nachtmärkte. Und dann stehen dort Besucher, zeigen auf eine Schüssel, verziehen angewidert das Gesicht und machen sich über das Essen lustig. Das ist einfach unhöflich.

Stellt euch einmal vor, an einem deutschen Würstchenstand stehen ein paar thailändische Touristen, zeigen auf die Bratwurst, lachen und tun so, als würde dort Müll verkauft. Wie würdet ihr euch fühlen? Genau so können sich die Menschen in Thailand fühlen, die das Essen mit viel Mühe zubereiten.

Ihr müsst nicht alles probieren. Wenn euch frittierte Insekten, sehr scharfes Essen oder andere Spezialitäten nicht zusagen, lehnt einfach freundlich ab. Niemand verlangt, dass ihr euch zu etwas zwingt. Aber niemand hat verdient, dass man seine Küche oder seine Kultur lächerlich macht.

Fotografieren, Toiletten und kleine Alltagstipps

Fotografiert Menschen nicht aufdringlich, vor allem nicht beim Gebet oder bei religiösen Zeremonien. Fragt nach Möglichkeit vorher um Erlaubnis. Das gilt besonders für Nahaufnahmen von Kindern und für Situationen, in denen sich jemand nicht einfach zurückziehen kann.

Auch bei Toiletten hat sich in Thailand viel verändert. In Hotels und vielen Restaurants gibt es längst westliche Toiletten. Trotzdem sind nicht alle Abwasserleitungen für Toilettenpapier ausgelegt. Wenn ein Abfalleimer neben der Toilette steht oder ein Schild darauf hinweist, gehört benutztes Papier gegebenenfalls dort hinein. Achtet auf die Hinweise vor Ort.

Mein wichtigster Rat bleibt ganz einfach: Betrachtet die Menschen nicht als zweitklassig. Bedenkt immer, dass ihr Gäste seid. Man muss nicht jede Tradition übernehmen oder gut finden. Aber man sollte anderen mit derselben Achtung begegnen, die man selbst erwartet.

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Sicherheit auf Reisen in Thailand – meine Erfahrungen und praktische Tipps

Ich habe Thailand auf vielen Reisen als ein Land erlebt, in dem man sich gut und oft sehr entspannt bewegen kann. Gerade in Bussen, Zügen und einfachen Unterkünften habe ich viele hilfsbereite Menschen kennengelernt. Trotzdem ist Thailand kein Land ohne Risiken. Die unterscheiden sich je nach Region, Verkehrsmittel und Reiseart. Wer aufmerksam bleibt, muss deshalb noch lange nicht misstrauisch werden.

Geld, Karten und wichtige Dokumente

Früher war ich mit Reiseschecks, Bargeld, Geldgurt und mehreren Kopien meiner Papiere unterwegs. Reiseschecks würde ich heute nicht mehr empfehlen – sie sind im Reisealltag weitgehend überholt. Sinnvoller finde ich zwei voneinander unabhängige Zahlungskarten, etwas Bargeld und eine Reserve, die ihr getrennt aufbewahrt. Prüft vor der Abreise, ob eure Karten in Thailand funktionieren und welche Gebühren beim Geldabheben anfallen. Auch thailändische Geldautomaten können eigene Gebühren verlangen.

Ein Geldgurt oder eine flache Tasche unter der Kleidung kann weiterhin praktisch sein, besonders auf längeren Bus- und Zugfahrten. Allerdings würde ich dort eher die wichtigsten Reserven als ständig benötigtes Kleingeld aufbewahren. Was man unterwegs dauernd hervorholen muss, ist schließlich nicht besonders gut versteckt.

Fotografiert oder scannt euren Reisepass, wichtige Buchungen, Versicherungsunterlagen und gegebenenfalls euer Visum beziehungsweise den Einreisestempel. Bewahrt die Kopien geschützt und möglichst verschlüsselt auf, zum Beispiel in einem entsprechend gesicherten digitalen Speicher. Eine Papierkopie kann zusätzlich hilfreich sein. Sensible Dokumente würde ich nicht ungeschützt auf einer eigenen Webseite ablegen oder beliebig per E-Mail verschicken.

Nach der Einreise mache ich mir gern ein Foto des Einreisestempels. So habe ich das eingetragene Aufenthaltsdatum schnell zur Hand. Das ersetzt natürlich nicht den Reisepass.

Busse, Züge und Diebstahl

Bus- und Zugreisen habe ich in Thailand oft als angenehm erlebt. Natürlich gibt es auch dort Taschendiebe, Gepäckdiebstähle und Betrugsversuche, besonders an belebten Verkehrsknotenpunkten und in touristischen Gegenden. Wertgegenstände und Papiere gehören deshalb nicht unbeaufsichtigt in den Gepäckraum oder auf den Sitz neben euch.

Früher bin ich häufig mit den Touristenbussen rund um die Khao San Road gefahren, etwa nach Chiang Mai oder in den Süden. Es gab damals immer wieder Berichte über Diebstähle und dubiose Zwischenstopps. Ich persönlich hatte auf diesen Fahrten keine größeren Schwierigkeiten. Heute bevorzuge ich meist reguläre Busse oder Züge. Man reist mit Einheimischen, kommt leichter ins Gespräch und erlebt ein Stück normalen thailändischen Alltag. In einem reinen Touristenbus komme ich mir manchmal vor wie auf einer Neckermann-Rundfahrt. :-)

Bei der Buchung würde ich auf seriöse Anbieter, nachvollziehbare Abfahrtsorte und aktuelle Bewertungen achten. Alte Warnungen vor einzelnen Reisebüros lassen sich nicht ohne Weiteres auf die heutige Situation übertragen.

Der Straßenverkehr ist ein besonderes Risiko

Ein Thema ist mir besonders wichtig: der Straßenverkehr. Gerade auf Motorrädern und gemieteten Rollern passieren schwere Unfälle. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schnell so etwas gehen kann. Wer fahren möchte, braucht die passende Fahrerlaubnis, einen guten Helm, Erfahrung und eine Versicherung, die das Fahren des jeweiligen Fahrzeugs tatsächlich abdeckt. Ein Roller ist kein harmloses Urlaubs-Spielzeug.

Ich habe dazu einen eigenen Reisebericht geschrieben: Achtung Motorrad! – mein Motorradunfall in Thailand. Den würde ich jedem empfehlen, der sich im Urlaub ein Zweirad mieten möchte.

Drogen, Gepäck und politische Demonstrationen

Nehmt keine Päckchen, Briefe oder fremdes Gepäck für andere mit. Das gilt vor allem bei Grenzübertritten und vor Flügen. Behaltet euer Gepäck möglichst im Blick und kontrolliert es vor der Abreise. Bei Drogendelikten können in Thailand schwere Strafen drohen; auf vermeintlich lockere Erzählungen anderer Reisender würde ich mich keinesfalls verlassen.

Politische Demonstrationen und größere Menschenansammlungen würde ich als Tourist meiden. Die Lage kann sich schnell ändern. Informiert euch vor und während der Reise über aktuelle Hinweise des Auswärtigen Amts. Besonders für bestimmte Grenzregionen und die südlichen Provinzen können andere Risiken gelten als für die bekannten Urlaubsorte.

Mein Fazit aus vielen Reisen: Seid wachsam, aber nicht übertrieben misstrauisch. Wer überall nur Gefahren vermutet, nimmt sich einen großen Teil der Freude am Reisen. Die meisten Menschen, denen ich in Thailand begegnet bin, waren freundlich und hilfsbereit. Mit gesundem Menschenverstand und etwas Vorbereitung lässt sich das Land wunderbar entdecken.

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Frauen auf Reisen in Thailand – allein unterwegs, aber nicht allein gelassen

Thailand ist auch für alleinreisende Frauen ein beliebtes und gut bereisbares Ziel. Es gibt zahlreiche Unterkünfte, Verkehrsmittel und touristische Angebote, die das Reisen erleichtern. Trotzdem gelten dieselben Grundregeln wie überall: Aufmerksam bleiben, das eigene Bauchgefühl ernst nehmen und sich nicht in Situationen drängen lassen, die sich falsch anfühlen.

Auf meinen Reisen habe ich viele selbstbewusste und tatkräftige Thailänderinnen kennengelernt. Frauen führen Geschäfte, organisieren Familien und tragen häufig einen großen Teil des wirtschaftlichen Alltags. Daraus sollte man aber nicht schließen, dass alle Frauen in Thailand dieselben Möglichkeiten oder Lebensumstände haben. Auch dort gibt es traditionelle Rollenbilder, Ungleichheiten und sehr unterschiedliche Lebensentwürfe.

Allein reisen und Kontakte knüpfen

Manche westliche Touristinnen haben leider oft wenig Ahnung von der thailändischen Gesellschaft, Kultur, oder sie interessiert es nicht. Sorry liebe Damen, aber es ist wirklich so. Dies gilt natürlich auch für Männer. Aber je mehr Frauen reisen, desto mehr naive Touristinnen sind dabei. Die flirten mit den Thais, laufen halbnackt herum, lassen sich betatschen und denken, weil die Jungs englisch sprechen und westlich gekleidet sind und auf "cool" machen, kann man das tun. Dies ist ein grosser Fehler. Thais sind Asiaten, oft mit einem anderen Frauenbild. Wer flirtet und dann einen Rückzieher macht, riskiert viel. Verletzte Eitelkeit, Gesichtsverlust, Wut usw. Manche westliche Frauen testen wie weit sie gehen können, oder holen sich eine gewisse Bestätigung.

Diese Frauen die sich so benehmen, machen es den anderen Touristinnen die nur Urlaub machen möchten oder Land und Leute kennenlernen wollen sehr schwer, weil manche Thais oft nicht unterscheiden können.
Frauen sollten möglichst selbstbewußt auftreten - so tun als kenne man sich aus ohne arrogant zu wirken. Und macht bitte nicht den Fehler, den fast alle Touristinnen machen. Seid nicht zu übertrieben freundlich zu den Einheimischen, die ihr nicht kennt, oder die euch ansprechen. Schaut Ihnen nicht zu lange in die Augen und flirtet nicht nur so aus Spaß.
Vielen gilt dies als Aufforderung. Falls ihr doch weiter gehen wollt, dann bedenkt daß in Samui, Phuket, Khao Lak usw. sogenannte "Beach-Boys" ihr Unwesen treiben. Diese wollen einfach nur Touristinnen "aufreisen". Aber nicht aus Liebe ! Denen geht es nur um die Kohle. Wenn ihr wieder daheim seid, werdet ihr mit Briefen überschüttet. Angeblich ist irgendein Verwandter gestorben, oder sie sitzen unschuldig im Knast, hatten einen Unfall und lauter so erfundene Storys. Natürlich brauchen die dann Geld um aus der vermeintlichen Misere wieder rauszukommen. Leute - alles gelogen!. Überweist kein Geld aus schlechtem Gewissen oder unter Zeitdruck. Und das gilt ausdrücklich für Frauen und Männer. Also immer den Kopf einschalten!

Wer allein reist, lernt oft besonders leicht andere Menschen kennen. Das ist einer der großen Vorteile. Trotzdem muss niemand jedem Fremden erzählen, in welcher Unterkunft er wohnt oder ob er ganz allein unterwegs ist. Wenn euch eine Situation unangenehm ist, könnt ihr das Gespräch freundlich beenden. Ihr dürft auch sagen, dass ihr später Freunde trefft – niemand hat Anspruch auf eure privaten Informationen.

Mir ist dabei ein Punkt besonders wichtig: Freundlichkeit, Flirten oder eine bestimmte Kleidung sind niemals eine Einladung zu Belästigungen oder Übergriffen. Die Verantwortung für grenzüberschreitendes Verhalten liegt immer bei der Person, die Grenzen missachtet. Vorsicht und klare Grenzen sind sinnvoll, aber Frauen müssen sich nicht für das Verhalten anderer rechtfertigen.

Wenn euch jemand bedrängt, sucht die Nähe anderer Menschen, sprecht Hotelpersonal oder vertrauenswürdige Personen an und organisiert gegebenenfalls eine sichere Rückfahrt. Gerade nachts würde ich bei unbekannten Wegen eher ein verlässliches Transportmittel wählen als allein durch abgelegene Gegenden zu laufen.

Tempel, Mönche und Kleidung

In buddhistischen Tempeln gelten besondere Umgangsformen. Frauen sollten Mönche nicht berühren; auch eine unbeabsichtigte Berührung sollte möglichst vermieden werden. Wenn ihr einem Mönch etwas übergeben möchtet, achtet auf die örtlichen Gepflogenheiten – manchmal wird dafür eine Ablage oder ein Tuch verwendet. Ein Gespräch mit einem Mönch ist nicht grundsätzlich verboten. Entscheidend sind Respekt und die Regeln des jeweiligen Klosters.

Einzelne Tempelbereiche können für Frauen nicht zugänglich sein. Das ist meist ausgeschildert. Solche Regeln muss man nicht persönlich gut finden, aber als Besucherin sollte man sie beachten oder auf den Besuch verzichten.

Bei der Kleidung gilt dasselbe wie für Männer: Am Strand darf es locker zugehen, in Tempeln, Behörden und ländlichen Gegenden ist zurückhaltendere Kleidung angebracht. Wer mit Bikini-Oberteil durch einen Supermarkt läuft, fällt unangenehm auf – unabhängig davon, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt, der nur eine Badehose trägt. Auch hier geht es mir um Rücksicht, nicht um moralische Vorschriften.

Wanderungen, Ausflüge und praktische Dinge

Von längeren Wanderungen allein durch abgelegene Gebiete würde ich ohne Ortskenntnis eher abraten. Nicht nur wegen möglicher Übergriffe, sondern auch wegen Wetter, Orientierung, Verletzungen und fehlendem Mobilfunkempfang. Organisierte Touren oder eine verlässliche Begleitung können die bessere Wahl sein.

Hygieneartikel und andere Dinge des täglichen Bedarfs sind in den touristischen Regionen normalerweise problemlos erhältlich. Für längere Touren in abgelegene Gegenden lohnt es sich natürlich, vorher einzukaufen.

Mein Rat an alleinreisende Frauen lautet deshalb: Habt keine Angst. Ganz im Gegenteil. Reist, entdeckt das Land, kommt mit Menschen ins Gespräch – aber behaltet euren gesunden Menschenverstand. Ich habe Thailand über Jahrzehnte als faszinierendes und sicheres Reiseland kennengelernt, und ich wünsche euch dieselben schönen Erfahrungen.

Dann viel Spaß in Thailand!

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Persönlich erlebt - Fotografiert - Geschrieben.
AsienForever basiert auf eigenen Reisen seit 1986. Hier geht es nicht um anonyme Reise-Texte, sondern um authentische Erfahrungen, Fotos und Tipps aus Jahrzehnten unterwegs in Asien und anderen Teilen dieser Welt.

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